Leistungen

Wer verordnet Sprachtherapie oder Stimmtherapie oder Schlucktherapie?

Eine logopädische Therapie inklusive Beratung kann nur aufgrund einer ärztlichen Heilmittelverordnung (Rezept) erfolgen. Fachärzte wie Kinderärzte, HNO-Ärzte, Phoniater, Pädaudiologen, Kieferorthopäden, Zahnärzte und Neurologen stellen Verordnungen für Logopädie aus. Auch Allgemeinmediziner dürfen Verordnungen ausstellen!

Außerdem findet im Gesundheitsamt einmal im Monat ein Sprechtag des “Sprachheilbeauftragten” statt. Melden Sie sich bei Bedarf telefonisch für einen Termin an. Wenn Sie dort vorstellig werden, können Sie Ihre Probleme und Sorgen darlegen. Nach dem dort erstelltem Befund ist ebenfalls eine Verordnung durch Ihren Arzt möglich.

Beratungen zum Thema Logopädie/Sprachtherapie können Sie selbstverständlich auch privat in Anspruch nehmen und selbst bezahlen.

 

Wer bezahlt die Therapie?

Die Kosten der Sprach-, Sprech- und/oder Stimmtherapie werden bei bestehender Notwendigkeit, also nach ärztlicher Verordnung, von den Krankenkassen übernommen. Für Kinder und zuzahlungsbefreite Personen entstehen somit keine Kosten. Sind Sie als Erwachsener zuzahlungspflichtig, muss ein Eigenanteil von 10%, sowie eine Rezeptgebühr in Höhe von 10 EUR geleistet werden. Diese Kosten müssen während der laufenden Behandlungsserie von Ihnen beglichen werden. Ihre Krankenkasse reduziert dann den Gesamtbetrag für die geleisteten Therapien um Ihre Zuzahlung, das heißt, dass wir quasi als “Geldeintreiber” für Ihre Krankenkasse fungieren müssen. Als Beispiel: Für 10 Therapien zu jeweils 45 Minuten bezahlt uns Ihre Kasse circa 360 Euro (je nach Kasse). Sie müssen 10% bezahlen und 10€ Verordnungsgebühr. Das wären also 46€. Diese 46€ zieht uns Ihre Kasse ab, so dass wir von Ihrer Kasse 314€ erhalten. Bei einer Erstverordnung führen wir eine Diagnostik durch, die extra von Ihrer Krankenkasse bezahlt wird. Auch hierfür sind einmalig 10% Eigenanteil zu bezahlen. Momentan sind das je nach Kasse ca. 6€.

 

Wo findet die Therapie statt?

In der Regel findet die Therapie bei uns in den Praxisräumen statt. Bei Bedarf und nach ärztlicher Verordnung führen wir aber auch Hausbesuche durch. Des Weiteren können auch Kinder mit Integrationsanspruch in den jeweiligen Einrichtungen sprachtherapeutisch von uns betreut werden, wenn eine logopädische Therapie notwendig ist.

 

Wie bekomme ich Termine?

Sie erhalten einen ersten Termin in der Praxis  nur nach vorheriger Anmeldung. Die weiteren Behandlungszeiten werden dann gemeinsam mit Ihnen besprochen. Wir nehmen bei der Terminplanung so viel wie möglich Rücksicht auf Ihren Tagesablauf. Meist finden die Therapien immer an einem bestimmten Wochentag zur gleichen Zeit statt.

Das hat für Sie als Patient den Vorteil, dass sie nahezu keine Wartezeiten haben.

Vereinbarte Termine, die Sie nicht einhalten können, müssen Sie mindestens 24 Stunden vorher absagen. Wenn Sie rechtzeitig absagen, entstehen Ihnen keine Kosten. Sie können zu jeder Tageszeit und unabhängig vom Wochentag (auch sonntags) eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen oder uns eine E-Mail schicken. Andernfalls ist die Praxis berechtigt, Ihnen eine Ausfallgebühr privat in Rechnung zu stellen.

 

Wie lange dauert denn eine Therapie?

Eine Behandlung dauert in der Regel 45 Minuten, manchmal auch 30 oder 60 Minuten.  In der Therapie selbst (meist ab dem 2. Termin, individuell verschieden) wird im Normalfall mit dem Patienten allein gearbeitet (Einzelinteraktion zwischen PatientIn und TherapeutIn). Zum Ende der Therapie bitten wir die Begleitperson des Patienten dazu und erläutern, was wir in der Therapie erarbeitet haben und welche Übungen gegebenenfalls zu Hause fortgesetzt werden können.

Die Therapie kann je nach Störungsbild mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern. Die Gesamtdauer der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nur individuell entschieden werden.

Bei umfassenden Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen  ist es meist empfehlenswert, dass sich Therapiephasen mit Phasen ohne Therapie abwechseln (sogenannte Intervalltherapie), auch um einer möglichen “Therapie-müdigkeit” vorzubeugen. In den Therapiepausen sollte möglichst zu Hause weiter geübt werden. Geeignete Übungen für zu Hause werden gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet. Die Angehörigen des Patienten werden auf Wunsch angeleitet, dieses Üben zu unterstützen.

 

Was passiert beim 1. Termin?

Zunächst wird eine individuelle Diagnostik (Anamnese mit Befunderhebeung) durchgeführt, bei dem die Eltern oder Angehörigen des Patienten anwesend und hilfreich für patientenbezogene Auskünfte sind. Der Erstkontakt ist ganz wichtig für die zukünftige Interaktion zwischen Patient und Therapeut, so dass Sie davon ausgehen können, dass wir dabei sehr einfühlsam auf die momentane Befindlichkeit des Patienten eingehen! In der Diagnostik, die nicht unbedingt nur in der ersten Therapie stattfindet, sondern auch je nach Umfang der Testungen und der Tagesform des Patienten über mehrere Therapiesitzungen andauern kann, werden je nach Störung Artikulation, Wortschatz, Grammatik, Verstehen von Sprache, Schreib- und Leseleistungen, aber auch Atem-, Stimm- und Schluckfunktion  und mitunter auch grob- und feinmotorische Fähigkeiten getestet . Die Ergebnisse der Untersuchung bilden zusammen mit dem ärztlichen Befund die Grundlage für die Auswahl an Behandlungsmethoden und die Erstellung des Behandlungsplanes.

 

Weshalb sind positive Lernbedingungen die Voraussetzung für optimale Therapieergebnisse? 

Transparenz und Qualitätsmanagement sind nur ein Teil der logopädischen Arbeit. Mindestens ebenso wichtig sind jedoch gegenseitiges Vertrauen – durch gute zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Patient/in und Therapeut/in -, möglichst wenig Ablenkung während der Therapie, Freude am Erfolg und große Motivation, den Spaß am Sprechen (wieder) zu entdecken. Wir betrachten Menschen ganzheitlich. Dazu gehört, dass wir die Stärken und Schwächen, die gesundheitlichen Voraussetzungen, das soziale Umfeld, vorhandene sprachliche Leistungen und den bestehenden Entwicklungsstand des Patienten berücksichtigen und wertschätzen.

Wichtig ist uns, ressourcenorientiert zu arbeiten und Menschen eben nicht danach zu beurteilen, was sie nicht können. Genau das wird leider meist an erster Stelle genannt, dabei ist es deutlich wertschätzender, auf das zu achten, was der kleine oder große Mensch an Kompetenzen mitbringt!

 

Warum gibt es “Hausaufgaben”?

Zu Hause zu üben  in der therapiefreien Zeit, ist eine wichtige Unterstützung der Sprachtherapie. Denn die Behandlung würde ohne regelmäßiges häusliches Üben erheblich länger dauern. Deshalb bekommen unsere Patienten meist auch immer kleinere Hausaufgaben. Durch das Wiederholungsprinzip werden neue sprachliche Fähigkeiten vertieft, eingeprägt und “automatisiert”. Die Übungen fördern den Transfer des neuen sprachlichen Könnens von der Übungssituation in die Alltags- und Spontansprache.

 

Welche Störungen gibt es überhaupt?

Es gibt sehr viel unterschiedliche Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Bitte klicken Sie auf den linken Rand, um mehr darüber zu erfahren.

 

Wer, wo, wie, was, wieso, weshalb, warum im Ausland?

Sollten Sie logopädischen Beratungs- und/oder Therapiebedarf haben, dann nehmen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu mir auf. Die Vorgehensweise sprechen wir gemeinsam ab, so dass mein Angebot maßgeschneidert an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann. Die Therapien oder Beratungen finden in deutscher Sprache statt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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